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Gefährdungslagen — Notfall-Checkliste
Gefährdungslagen sind das Prüfungsthema, bei dem Fehler am schwersten wiegen. Diese Checkliste fasst Warnzeichen und das korrekte Vorgehen zusammen.
Stand: 2026-06-27
Suizidalität — Warnzeichen
- Konkrete Pläne, Methodenwahl, Vorbereitungen (Abschiedsbrief, Verschenken von Besitz).
- Frühere Suizidversuche, Hoffnungslosigkeit, Einengung des Denkens.
- Akute Krise nach Verlust/Kränkung, fehlende Zukunftsperspektive, sozialer Rückzug.
Suizidalität — Vorgehen
- Direkt und ruhig ansprechen — Nachfragen erhöht das Risiko nicht.
- Akute Suizidalität mit Plan = Notfall: ärztliche/psychiatrische Versorgung, Notarzt (112), ggf. Klinik.
- Absprachefähigkeit prüfen; bei fehlender Absprachefähigkeit nicht allein lassen.
Akute Psychose & Fremdgefährdung
- Imperative Stimmen, Verfolgungswahn, fehlende Krankheitseinsicht -> erhöhtes Risiko.
- Konkrete Drohungen oder Gefährdung Dritter ernst nehmen und absichern.
- Eigensicherung beachten; keine Konfrontation des Wahnsystems.
Rechtliche Sofortmaßnahmen
- Grenzen der HPP: Akute Eigen-/Fremdgefährdung gehört in ärztliche/psychiatrische Hand — die HPP verweist und dokumentiert.
- Unterbringung: Bei akuter erheblicher Selbst-/Fremdgefährdung: Unterbringung nach dem PsychKG des jeweiligen Bundeslandes über die zuständigen Stellen.
- Dokumentation: Einschätzung, Maßnahmen und Verweise sorgfältig dokumentieren.
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