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HPP-Bestehen

Nach der Prüfung · Verdienst

Was verdient ein Heilpraktiker für Psychotherapie?

Eine der häufigsten Fragen rund um den Beruf — und eine, auf die es keine amtliche Antwort gibt. Dieser Überblick ordnet realistisch ein, welche Honorare üblich sind, wovon das Einkommen abhängt und worin sich eigene Praxis und Anstellung unterscheiden.

Stand: 13. Juni 2026 · Quellen: § 630a BGB, GebüH 1985, Praxis- und Verbandsangaben.

Offizielle Statistik
Gibt es nicht

alle Zahlen sind Orientierungswerte

Grundlage
Selbstzahler-Honorare

die gesetzliche Kasse zahlt nicht

Sitzungshonorar
~90–125 € / 50 Min

marktübliche Größenordnung

Entscheidend
Auslastung & Region

plus Schwerpunkt und Arbeitsform

Wichtig

Es gibt keine offizielle Einkommens- oder Honorarstatistik für Heilpraktiker:innen für Psychotherapie. Alle folgenden Zahlen sind Orientierungswerte aus dem Markt und aus einzelnen Praxisangaben — keine Durchschnitte und keine Garantie für Ihren Fall.

Einflussfaktoren

Wovon das Einkommen abhängt

Auslastung

Entscheidend ist, wie viele Sitzungen pro Woche tatsächlich stattfinden. Akquise, Wartezeiten und Ausfälle wirken sich direkt auf das Einkommen aus.

Selbstständig oder angestellt

In eigener Praxis tragen Sie Kosten und Risiko selbst, haben aber mehr Spielraum. Angestellt ist das Einkommen planbarer, aber meist gedeckelt.

Region

Honorare und Nachfrage unterscheiden sich deutlich zwischen Stadt und Land sowie zwischen den Regionen.

Schwerpunkt & Spezialisierung

Ein klarer fachlicher Schwerpunkt und gefragte Zusatzqualifikationen können Nachfrage und Honorar erhöhen.

Honorarmodell

Sitzungspreis, Paketangebote und die Frage, ob eine Privatversicherung oder Beihilfe anteilig erstattet, prägen den Umsatz.

Honorar

Das Sitzungshonorar

HPP arbeiten auf Selbstzahlerbasis; die gesetzliche Krankenkasse zahlt nicht. Reale Sitzungspreise liegen in der Größenordnung von etwa 90–125 € für rund 50 Minuten. Das veraltete Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH von 1985) ist allein nicht kostendeckend — wer marktübliche Honorare nehmen will, braucht eine schriftliche Honorarvereinbarung vor Behandlungsbeginn.

Wie die Abrechnung im Detail funktioniert — Selbstzahler, private Krankenversicherung, Beihilfe und das GebüH — lesen Sie auf der Seite Abrechnung & Honorar.

Veranschaulichung

Eine grobe Modellrechnung

Modellrechnung

Angenommen, eine selbstständige HPP führt 15 Sitzungen pro Woche zu je 100 € durch — das sind rund 6.000 € Umsatz im Monat. Davon gehen Praxiskosten (Miete, Versicherung, Fortbildung) und Steuern ab, sodass erfahrungsgemäß nur ein Teil als Gewinn übrig bleibt. Wer in Teilzeit arbeitet, eine geringere Auslastung hat oder gerade erst startet, liegt deutlich darunter. Dies ist eine reine Veranschaulichung — keine Prognose: Auslastung und Kostenstruktur entscheiden über das tatsächliche Einkommen.

Arbeitsform

Eigene Praxis oder Anstellung?

Eigene Praxis

Mehr Freiheit bei Honorar, Methoden und Schwerpunkt — aber Sie tragen Praxiskosten, Akquise und unternehmerisches Risiko selbst. Das Einkommen schwankt, besonders am Anfang.

Anstellung

Planbares Gehalt und weniger Verwaltungsaufwand, z. B. in Praxen oder Beratungsstellen im nicht-approbierten Bereich. Dafür ist das Einkommen meist gedeckelt und die fachliche Freiheit geringer.

Die Basis für eine tragfähige Praxis

Ob in eigener Praxis oder angestellt: Sicherheit in Anamnese, Diagnostik und Gesprächsführung ist die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung. HPP-Bestehen lässt Sie genau das an realistischen Fällen üben.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein:e Heilpraktiker:in für Psychotherapie?

Es gibt keine offizielle Statistik. Sitzungshonorare liegen häufig bei etwa 90–125 € pro 50 Minuten; das tatsächliche Einkommen hängt vor allem von der Auslastung, der Region und davon ab, ob Sie selbstständig oder angestellt arbeiten.

Kann man von einer HPP-Praxis leben?

Möglich ja, aber nicht automatisch. Entscheidend sind eine ausreichende Auslastung und eine realistische Kostenkalkulation. Viele bauen die Praxis zunächst neben einer anderen Tätigkeit auf.

Was verdient ein:e angestellte:r HPP?

Das hängt vom Arbeitgeber und Aufgabenbereich ab und wird individuell verhandelt. Eine Anstellung bietet ein planbareres, aber meist gedeckeltes Einkommen gegenüber der eigenen Praxis.

Warum zahlt die gesetzliche Krankenkasse nicht?

Weil HPP keine Approbation und keine Kassenzulassung haben. Patient:innen zahlen selbst; private Versicherungen erstatten tarifabhängig. Mehr dazu auf unserer Seite zu Abrechnung und Honorar.

Weiterlesen

Dieser Artikel fasst Orientierungswissen zum Verdienst als Heilpraktiker:in für Psychotherapie zusammen. Es existiert keine offizielle Einkommensstatistik; alle genannten Zahlen sind Orientierungswerte aus dem Markt und einzelnen Praxisangaben, keine Durchschnitte und keine Garantie. Der Text ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. HPP-Bestehen ist keine Behörde.