Zum Hauptinhalt springen
HPP-Bestehen

Schriftliche HPP-Prüfung: 28 Fragen, 75 %-Hürde, Termine

Die schriftliche Überprüfung ist der erste Teil der amtsärztlichen Heilpraktiker-Psychotherapie-Prüfung — und der einzige, der bundesweit einheitlich abläuft. Wer hier besteht, wird zur mündlichen Prüfung zugelassen. Dieser Artikel fasst Format, Termine, Fragetypen und Strategie kompakt zusammen.

Stand: 18. April 2026 · Quellen: Durchführungsverordnung zum HeilprG, Terminkalender der Länder-Gesundheitsämter, Analyse der Prüfungen der letzten zehn Jahre.

Format

28 MC-Fragen

bundesweit einheitlich

Bestehensgrenze

75 % · 21 richtig

Einzelfragen zählen gleich

Bearbeitungszeit

ca. 55–120 Min.

je nach Amt

Termine

2× jährlich

3. Mi März · 2. Mi Oktober

Die 75-Prozent-Hürde konkret

Von 28 Fragen müssen 21 richtig beantwortet sein — das ist die gesetzliche Mindestquote. Jede Frage zählt gleich; schwierige und einfache Fragen werden nicht unterschieden gewichtet. Für das Bestehen bedeutet das: Jede richtige Antwort zählt, und Raten ist gegenüber Auslassen immer die bessere Wahl — es gibt keine Minuspunkte.

In der Praxis liegen die meisten erfolgreichen Prüflinge zwischen 22 und 26 richtigen Antworten. Eine Punktlandung auf der 21 ist riskant, weil bereits ein Flüchtigkeitsfehler zur Nichtzulassung zur mündlichen Prüfung führt. Zielwert für die Vorbereitung: in Übungsprüfungen wiederholt 25 oder mehr richtige Antworten.

Die vier Fragetypen

Die schriftliche Prüfung kombiniert diese Formate in wechselnder Zusammensetzung. Einfachauswahl überwiegt.

Einfachauswahl (Typ A)

Eine Aussage ist richtig, vier sind falsch. Häufigster Typ, direkt beantwortbar, wenn das Wissen sitzt.

Negativ-Aussage

Welche der Aussagen ist nicht zutreffend? Die Fragestellung dreht die Suchlogik um — Prüflinge übersehen das unter Zeitdruck regelmäßig.

Aussagenkombination

Mehrere Teilaussagen sind korrekt, die Antwort benennt die richtige Kombination — zum Beispiel nur Teilaussage 1 und 3. Fordert systematisches Abprüfen jeder Teilaussage.

Zuordnungsfrage

Symptom zu Störung, Gesetz zu Sachverhalt, Medikament zu Substanzgruppe. Weniger häufig, aber regelmäßig Bestandteil des Fragenkatalogs.

Themenverteilung (Richtwert)

Grobe Gewichtung über die vergangenen zehn Prüfungsjahre — einzelne Termine können abweichen.

  • Psychische Störungen nach ICD-10~55 %
  • Rechts- und Berufskunde~15 %
  • Diagnostik und Befund~15 %
  • Notfall / Gefährdung / Krisenintervention~10 %
  • Grundlagen Psychologie / Entwicklung~5 %

Strategie im Prüfungsraum

  • Alle schriftlichen Prüfungen der letzten zehn Jahre durcharbeiten — jede Frage mit Erklärung, nicht nur mit Lösungsbuchstaben.
  • Unsichere Fragen sofort markieren und am Ende noch einmal durchgehen. Die 55–120 Minuten reichen erfahrungsgemäß für zweimal Durchlesen.
  • Bei Aussagenkombinationen jede Teilaussage einzeln als richtig oder falsch markieren, dann erst die Antwortkombination prüfen. Spart Fehler unter Zeitdruck.
  • Keine Frage leer lassen. Es gibt keine Minuspunkte — auch geratene Antworten können die 21er-Hürde retten.
  • Keine Diskussion während der Prüfung. Fragen-Kommentare oder Rückmeldungen ändern das Ergebnis nicht, Einsprüche gehen schriftlich nach Bescheid.

150 prüfungsnahe MC-Fragen in elf Kategorien

HPP-Bestehen bietet einen MC-Trainer mit 150 Fragen, die die Themenverteilung der echten schriftlichen Prüfung abbilden — Einfachauswahl, Negativ-Aussagen und Aussagenkombinationen inklusive. Mit Lösungserklärung und Spaced-Repetition-Logik.

  • 150 Fragen in den elf prüfungsrelevanten Themenbereichen
  • Jede Frage mit ausführlicher Lösungserklärung
  • Falsch beantwortete Fragen landen automatisch öfter im Wiederholungs-Stapel

Häufige Fragen

Wie viele Fragen hat die schriftliche HPP-Prüfung?

Aktuell 28 Multiple-Choice-Fragen, die bundesweit einheitlich sind. Die Fragen werden zentral entwickelt (oft mit Bezug zum Gesundheitsamt Ansbach) und an die Länder-Gesundheitsämter ausgegeben. In älteren Quellen ist gelegentlich von 60 Fragen die Rede — diese beziehen sich auf die allgemeine Heilpraktikerprüfung, nicht auf die auf Psychotherapie beschränkte Überprüfung.

Wie viele Fragen muss ich richtig beantworten?

21 von 28 Fragen müssen richtig sein — das entspricht der 75-Prozent-Hürde. Bei falscher Antwort wird kein Punktabzug vorgenommen; eine nicht beantwortete Frage zählt genauso wie eine falsch beantwortete.

Wann findet die schriftliche Prüfung statt?

Die schriftliche Überprüfung findet bundesweit zweimal pro Jahr statt — jeweils am dritten Mittwoch im März und am zweiten Mittwoch im Oktober. Die konkreten Termine und der Prüfungsort werden vom zuständigen Gesundheitsamt in der Einladung mitgeteilt.

Wie lange dauert die schriftliche Prüfung?

Je nach Gesundheitsamt zwischen 55 Minuten und zwei Stunden. Für 28 Fragen ist das komfortabel — unter Zeitdruck gerät in der Regel nur, wer einzelne Fragen zu lang durchdenkt. Eine Orientierung: etwa 2 bis 2,5 Minuten pro Frage.

Welche Fragetypen kommen vor?

Einfachauswahl (eine richtige Antwort von fünf), Negativ-Aussagen (welche ist nicht zutreffend), Aussagenkombinationen (z. B. nur 1 und 3 sind richtig) sowie Zuordnungsfragen. Einfachauswahl dominiert, die übrigen Formate machen zusammen etwa ein Drittel aus.

Darf ich Hilfsmittel mitbringen?

Nein. Kein Taschenrechner, kein Smartphone, keine Bücher, keine schriftlichen Notizen. Mitzubringen sind lediglich Personalausweis und Einladungsschreiben. Schreibzeug wird in der Regel vom Amt gestellt.

Was passiert, wenn ich die schriftliche Prüfung nicht bestehe?

Bei Nichtbestehen erfolgt keine Zulassung zur mündlichen Prüfung. Die Wiederholung ist beim nächsten regulären Termin möglich (März oder Oktober), es fallen erneut Gebühren an. Eine gesetzliche Begrenzung der Wiederholungsversuche besteht nicht.

Weiterlesen

Verbindliche Auskünfte zu Format, Termin und Ablauf erteilt ausschließlich das zuständige Gesundheitsamt. Die hier genannten Werte entsprechen dem Stand der öffentlich zugänglichen Durchführungsverordnung und der Praxis der vergangenen zehn Prüfungsjahre.